Veranstaltung mit dem nö theater

28. März 2022

März 2020: Ganz Deutschland begibt sich in den Lockdown. Ganz Deutschland? Nein, ein junger Intellektueller erfindet in Berlin eine neue Bewegung. Er sieht in dem Coronavirus eine weltweite Verschwörung aufziehen und damit seine Chance gekommen, sich zur Ikone des Widerstands zu stilisieren. Und seine Ideen sind tatsächlich hochansteckend! Mithilfe von mehr und minder erfahrenen Multiplikatoren wächst seine Anhängerschaft innerhalb von einigen Monaten von einer Handvoll auf 1,3 Millionen Demonstrierende an. Mindestens.

Nach monatelangen Recherchen hat das nö theater ein dokumentarisches Theaterstück über die Genese der sogenannten Corona-Proteste entwickelt. Entstanden ist ein theatrales Labyrinth, das versucht Klarheit in die Absichten, Verbindungen und Ideologien der tonangebenden Schwurbler zu bringen.

No Corona, no cry ist eine (Verschwörungs-) Erzählung über Verführung, Profitgier, Narzissmus, Wahn und Wahrheit. Auf Einladung der VVN-BdA Minden-Lübbecke fand die Aufführung am 1. April 2022 im Kleinen Theater am Weingarten Minden statt.

Das Köllner Dokumentationstheater schafft es mit diesem Stück einmal mehr, schwer verdauliche Fakten kurzweilig zu vermitteln ohne dabei Trivial zu werden. Wichtige handelnde Personen, die treibende Kraft bei der Protestbewegung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen waren und sind werden von der wandlungsfähigen Hauptdarstellerin Anne Müller dargestellt und in Theaterfiguren transformiert. “90% der Texte sind Originalzitate“ sagt Anne Müller in der anschließenden Diskussion, was durchaus erschreckend ist.

Die Veranstaltung wurde von der Kulturförderung der Stadt Minden unterstützt und war eine Kooperation mit der VHS Minden – Bad Oeynhausen.